Tuesday, October 30, 2007

Strassen...


Die Strassen von Kenya erreichen Noten zwischen sehr gut bis sehr schlecht. Doch immerhin an den Linksverkehr habe ich mich mittlerweile etwas gewöhnt. Die Strasse von Nairobi nach Nakuru wird neu gebaut. Die Umfahrungen sind haarsträubend (bei Regen die reinste Schlammschlacht, Fenster sollten unbedingt geschlossen werden) und bei viel Verkehr und einbrechender Nacht ist Nervenkitzel garantiert, und doch: mehr Einwohner als in der Schweiz wohnen werden über diese Strasse versorgt. Ein Lastwagen reiht sich an den andern um Waren in den Westen von Kenya und nach Uganda zu bringen, dazwischen lauern Matatus und PWs auf riskante Überholmaöver. Matatus sind das Hauptverkehrsmittel für Pendler im Nahverkehr und Reisende über lange Distanzen. Die Minibusse für offiziell 14 Personen sind ziemlich günstig, die Fahrten ziemlich ruppig und etwas gewöhnungsbedürftig.


Da brauchts etwas Anlauf...




Wie weiter?




Preisfrage: Wer findet die Strasse?


Monday, October 22, 2007

Labor


Ester entfernt eine unbrauchbare Pumpe...




Und auch ich bin am basteln!



Nyama Choma

Am liebsten wird in Kenya Nyama Choma gegessen! Das heisst so viel wie „roasted meat“. Da kann man zuerst ein Stück vom Rind oder der Ziege (welche noch als ein einziges Stück im „Schaufenster“ hängt) auswählen, dann dreiviertel Stunden warten und man erhält eine riesige Menge Fleisch auf den Tisch, die dann vor den Augen zerstückelt wird. Dazu gibt es meist Ugali (Maiskuchen) und „Greens“ (Kohl oder so etwas wie Spinat). Nyama Choma schmeckt wirklich sehr gut. Dass halt alles mit den Händen gegessen wird ist wohl etwas Gewöhnungssache und bei meiner Abgnage-Effizienz sind schon deutliche Fortschritte bemerkbar.



Nyama Choma wird verstückelt





Alles Fleisch muss weg...


Sunday, October 21, 2007

Erste Eindruecke



Afrikanische „Bierkunst“




Markt in Nyahururu



Matatu-Reparierquartier in Eldoret



Kim auf dem Äquator

Kenya

Die Zeit zwischen dem 3. Oktober und dem 29. Dezember 2007 werde ich als Zivi in Kenya verbringen. Für die Eawag (Forschungsinstitut der ETH im Bereich Wasser) werde ich in einem Projekt für Fluorid-Entfernung aus dem Trinkwasser mitarbeiten. Wenn Fluorid in kleinen Konzentrationen ja bekanntlich gut für die Zähne ist, verursacht es bei grossen Aufnahmemengen Fluorosis. Dentale Fluorosis lässt die Zähne braun werden und kann sogar zu Problemen beim Essen führen. Skeletale Fluorosis führt zur Verkrüppelung der Knochen. Einige Gründe also Fluorid aus dem Trinkwasser (enthalten in gepumptem Grundwasser) zu entfernen. „CDN Water Quality“ eine lokale NGO (der weltliche Teil der katholischen Diozöse von Nakuru) produziert Knochenkohle, die als Filtermaterial gebraucht werden kann. Sie bauen und verkaufen zudem Filter in verschiedenster Grössen. Kurz und gut: meine Aufgabe wird sein, einige Laborversuche zum Verfahren durchzuführen, damit die ablaufenden Prozesse besser verstanden und optimiert werden können. Zudem sollte ich mithelfen eine Datenbank über die existierenden Filter und dessen Monitoring auszubauen.